Manuela Maiwald

Kronkorken


Manuela Maiwald

E-Mail: ManuelaMaiwald(at)gmx.net

Wohnort: Leipzig

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I try to have it updated, but it can happen that caps have already gone.

It can also happen that the quality of the caps is worse than the quality on the website.


Mit den Auswirkungen von Corona haben wir jetzt alle zu kämpfen. Besonders aber die jungen Generation. Rentner, die sich wahrscheinlich bei Umfragen am eifrigsten beteiligen, haben es am einfachsten. Sie bekommen unverändert ihre Rente und zu Hause zu bleiben stört sie weitaus weniger als Familien mit Kindern. 

Ich habe einen Leserbrief an die LVZ geschrieben. Er wurde nicht veröffentlicht. Vielleicht war er zu lang. Ich veröffentliche ihn daher hier. Ich lass ihn unverändert, obwohl die Regierung den Schwachsinn mit den "Ruhetagen" unterdessen korrigiert hat.

Gedanken zur Corona-Krise

Mit dem Argument, dass die Gesundheit im Mittelpunkt steht, werden die Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben also wieder verlängert.

Jedoch hinkt das Argument der Politik, die Gesundheit der Menschen und das Verhindern von Todesfällen sei höher zu werten als die Aufrechterhaltung der Wirtschaft, denn „Wirtschaft“ ist kein abstrakter Begriff, sondern es stecken Menschen dahinter, deren Schicksal vom Funktionieren der Wirtschaft abhängig ist.

Es war am Anfang des Lockdowns vom Frühjahr 2020. Da sah ich im TV einen verzweifelten Bäcker aus Niedersachsen, der nicht wusste, wie er seine Geschäfte retten sollte. Da war mir schon klar: es wird nicht nur „Todesfälle durch oder in Zusammenhang mit Corona“ geben, sondern auch eine erhebliche Anzahl psychischen Erkrankungen und Selbstmorde von Menschen, die wegen der Lockdowns wirtschaftlich nicht weiterwissen. Leute, die sich in 40 Jahren erfolgreich eine Firma aufgebaut haben und nach der Coronakrise ihr Geschäft verloren haben werden. Selbständige, die plötzlich keine Arbeit mehr haben und nur noch vom Ersparten leben können, was nach und nach aufgebraucht sein wird. Den Fall vom erfolgreichen Geschäftsmann/Freiberufler/Selbständigen zum ALG 2 -Empfänger- das wird nicht jeder wegstecken. Es sind nicht nur die Firma oder das Geld. was verloren wurde. Es ist auch der Verlust der Würde, des Stolzes auf Erreichtes.

Aber das geht natürlich über das Vorstellungsvermögen der Politiker in Berlin hinaus, die sich in komfortabler Lage mit gesicherten monatlichen Bezügen mit anschließenden sicheren Pensionsansprüchen befinden. Oder, um es noch weiterzutreiben, die für sich sogar die Chance sahen, sich an der Corona-Lage zu bereichern. 

Wenn es um den russischen Impfstoff „Sputnik“ geht, steht das Wohl die Gesundheit des Menschen plötzlich nicht mehr im Vordergrund. Hier ist die Distanzierung von Russland wichtiger, als die Durchimpfung in Deutschland zu forcieren.  

Es sind auch nicht nur Einzelschicksale von Geschäftsleuten in vielen Bereichen wie Handel, Tourismus, Handwerk, Freiberuflern und Selbständigen. Die Lockdowns bewirken einen Umbau der Wirtschaftsstruktur. Viele kleinere Betriebe werden den Lockdown nicht überstehen. Wenn sich unsere Regierung endlich entschließt, den Lockdown aufzuheben, wird die Vielfalt unserer Innenstädte, so wie wir sie gewohnt sind, nicht mehr geben. Sie werden mehr von großen Ketten geprägt sein, die die wirtschaftliche Kraft haben, über ein Jahr ohne Umsatz zu überstehen. Nicht nur Vielfalt wird verloren gehen. Mit der Geschäftsaufgabe von großen Teilen des Mittelstandes werden den Städten ihre treuen Zahler von Gewerbesteuern verloren gehen. Wir werden uns also in Zukunft darauf einstellen müssen, dass die Städte und Kommunen viel weniger Geld haben werden, Projekte zu finanzieren, die über ihre Pflichtaufgaben hinaus gehen.

Grenzregionen trifft es besonders hart. Europa war schon gut zusammengewachsen, Grenzen zu unseren Nachbarländern wurden kaum noch wahrgenommen. Nun wird das Passieren der Grenzen wieder erschwert. Das hat erheblichen Folgen für die Wirtschaft, und ist auch mit vielen Härtefällen im privaten Bereich verbunden.

Kinder und Jugendliche sind von der Situation besonders betroffen. Schließungen von Kitas und Schulen bedeuten nicht nur Bildungsdefizite, sondern auch eine Verarmung des sozialen Miteinanders, was zunehmend zu gesundheitlichen Problemen führt.

Der Zusammenhang Gesundheit-Sport wird von der Politik völlig ignoriert. Verboten ist außer Individualsport im Freien fast alles. Dabei ist gerade regelmäßiges Sporttreiben für die Gesundheit wichtig.  Sport stärkt das Immunsystem, beugt vielen Krankheiten vor.

 

Der Bürger wird durch die Politik zum unmündigen Bürger degradiert. Dabei ist jeder für seine Gesundheit selbst verantwortlich. Jeder entscheidet für sich allein, ob er z. B. angebotene Impfungen oder Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nimmt. Ja, in Normalzeiten ist sogar das Betreiben von Risikosportarten, bei denen man Gefahr läuft tödlich zu verunglücken gestattet. Warum gestatten wir dem Bürger nicht, auch Corona betreffend selbst zu entscheiden, ob er sich weitgehend zurückzieht, mit wem er sich trifft, ob er besser Menschenansammlungen meidet usw.

Ich verstehe auch nicht die Verwunderung darüber, dass nach etwa einem Jahr Corona Mutanten auftreten. Das kennen wir doch eigentlich schon durch den Grippevirus. Es ist naheliegend, dass das mit Corona ähnlich funktionieren wird: jedes Jahr andere Mutanten und die Welt wird Corona niemals loswerden, genauso wenig wie wir die Grippeviren nicht losgeworden sind.

Nun gibt es wieder neue Meldungen:

Das Durchschnittsalter der Covid-Kranken in Intensivbetten sinkt – nein, da wächst bei mir nicht die Sorge, denn das ist nur logisch, weil von den über 80-jährigen unterdessen viele geimpft sind.

Die Zahl der positiv Getesteten ist sehr stark gestiegen – ja, ist ja logisch. Das ist für mich kein erschreckendes neues Phänomen, Jetzt werden viel mehr Menschen getestet, die keine Symptome haben. Die wären vor 6 Monaten nicht getestet worden. Klar, dass die Zahl sehr ansteigt

Schuld an der derzeitigen Lage ist die verfehlte Gesundheitspolitik in Deutschland: das Kaputtsparen des Gesundheitswesens in den vergangenen Jahren und somit fehlende Intensivkapazitäten. Die zögerliche Bestellung der Impfstoffe. Nur geringe finanzielle Förderung von Forschungsprojekten zur Entwicklung von Medikamenten gegen Covid.

Ich meine, Politik sollte Aufklärung über Vorsorge betreiben. Politik sollte sehr sparsam mit Verboten und Vorschriften umgehen. (Aktueller widersinniger Vorschlag: der Gründonnerstag soll „Ruhetag“ sein. Ergebnis wird ja nicht sein, dass Menschen weniger einkaufen gehen. Aber statt entzerrt in 4 Tagen stattzufinden, konzentriert sich der Einkauf auf 3 Tage. Es wird also enger in den Läden.)

        Vor allem aber muss die Politik endlich ihre Hausaufgaben machen: schnell genügend Impfstoff besorgen.